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Black Face - Preamp

Ein handlicher kleiner Vollröhren-Preamp in klassischer Klangregelungs-Schaltung, der den Clean-Sound der klassischen Röhrenamps im Hosentaschenformat bietet.

Überall wo ein klassisch guter Clean Sound in Original Röhren Manier gebraucht wird, kann der Black Face eingesetzt werden.

Ob als Erweiterung großer Gitarrenanlagen, bei Studioarbeit direkt ins Pult oder auch vor Verstärkern, die nicht so gut clean klingen, ist der neue Black Face ein unentbehrlicher Helfer.

Der klassisch gute Clean-Röhrensound steht nunmehr immer und überall zur Verfügung.

Die EL-34 Power Station lässt sich bestens mit unserem Blackface-Preamp kombinieren Mit der 6L6 Röhrenbestückung erreicht man einen klassischen California-Clean-Tubesound bei kleinstem Gewicht und Abmessung. Testberichte hierzu sind nachzulesen bei „Grand-Guitars Heft 1/2010“ www.grandguitars.de bzw. www.archtop-germany.de

Testbericht aus "Gitarre&Bass"

Black Face - Preamp

Sind wir doch mal ehrlich: Alle Welt dreht sich um den verzerrten Klang von Gitarren-Verstärkern. Und fast alle Hersteller von Amps und Vorschaltpedalen stellen die Suche nach der ultimativen Zerre in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen. Kein Wunder, dass viele dieser Geräte im Clean-Betrieb einfach nicht überzeugen können, so gut sie denn auch übersteuert klingen mögen. So ist bis heute der Clean-Sound eines guten Fender-Röhren-Amps immer noch das Maß aller Dinge geblieben.

Praxis:

Also – wer braucht schon ein clean klingendes Vorschaltpedal, wo wir doch alle auf der Suche nach dem ultimativen Zerr-Erlebnis sind? Keiner gemeldet? Dann jetzt bitte gut zuhören! Zu allererst werden die Amps, die keinen guten, d. h. satt in den Bässen und strahlend (aber nicht schrillend) in den Höhen klingenden Clean-Sound haben, von diesem Black Face veredelt. Plötzlich ist Leben in der Bude, und auch so manch lascher Transe klingt nun nach der großen, weiten Welt oder – wenn man so will – nach Kalifornien. Die Tele hat plötzlich den knackigen Bass und die leicht komprimierenden Höhen, die vorher so vermisst wurden, und die Les Paul den rauen Biss, der den Blues vom seichten Cocktailbar-Gesäusel unterscheidet.

Wird der Black Face vor einen Fender Combo geschaltet, addieren sich vor allem die oberen Mitten und Höhen, und es entwickelt sich ein fast schon akustischer Glas-Klang mit sehr viel Transparenz und Crisp. Obwohl: Eigentlich wird hier doppelt gemoppelt. Oder? Es gibt tatsächlich Settings, in denen beide sich so ähnlich klingenden Gerätschaften bestens miteinander harmonieren, auch wenn man nicht auf solche Extrem-Sounds wie oben beschrieben steht. Ich habe gute Erfahrungen mit meinem alten Pro Reverb und dem Black Face gemacht. Ohne den Black Face musste ich immer einen Kompromiss in der Weise eingehen, dass ich den Bright-Schalter deaktivieren musste, damit mein Zerr-Pedal für meine Ohren gut klang. Für einen idealen Clean-Sound hatte ich dann allerdings zuwenig Höhen, aber das war ein Kompromiss, mit dem ich leben konnte. Mit dem Black Face vor der Effektkette lasse ich den Briht-Schalter des Amps zwar immer noch aus, aber bekomme die mir in meinem Clean-Sound fehlende Höhen nun vom Black Face. Das Zerr-Pedal wiederum, natürlich nach dem Black Face verkabelt, integriert diese strahlenden Höhenbereiche harmonisch in seinem Sound – im Gegensatz zu vorher, als die Höhen des Verstärkers sich zum verzerrten Sound hinzu addierten und ziemlich unangenehm sein konnten.

Fazit:

Dank Black Face habe ich nun einen von Kompromissen befreiten Gitarren-Sound. Etwas ganz Interessantes entsteht außerdem, wenn der Black Face zweckentfremdet vor einen zerrenden Amp, hier ein Marshall-Combo, gesetzt wird, Das Pedal dünnt das kompakte, mittig-rockige Zerr-Gefüge des Marshalls aus, und es entsteht ein bissig-metallischer, schmatzender und ausgehöhlter Crunch-Sound mit breitem Höhenfeld, der großen Kultcharakter hat. Ich bin mir fast sicher, dass dies weder im Sinne des Black Face – noch des Marshall-Erfinders ist, aber der Zweck heiligt hier die Mittel!!

Bei Amps, die miteiner Effektschleife ausgerüstet sind, lässt sich der Black Face recht einfach nur mit Hilfe zweier A/B-Boxen als zusätzlicher Clean-Kanal einsetzen, indem er direkt unter Umgehung der Amp-eigenen Vorstufe die Endstufe ansteuert. Dies bedeutet für manche Zerrheimer eine willkommene und sparsame Erweiterung der Sound-Möglichkeiten.

Trotz Gain- und Master-Regelung ist der Black Face nicht wirklich bereit, vollwertige Verzerrungen zu liefern. Erst fast gänzlich ausgelenkt, erscheinen raue Spitzen im Klang – aber auch nur bei härterem Anschlag. Wenn eine mit Humbuckern ausgestattete Gitarre den Black Face bearbeitet, taucht diese Rau-Reife natürlich etwas früher auf, und ein charaktervoller, leicht angezerrter Blues-Sound erklingt, der leicht mit Anschlag und Vibrato formbar ist. Insgesamt sind nahezu alle Sounds, die der Black Face anbietet, zum reinlegen und sich wohlfühlen, weil satt und vom Musiker dynamisch direkt beeinflussbar.

Resümee:

Der Reußenzehn Black Face, dessen blaue Leuchte immer an ist, denn er kann nicht ausgeschaltet werden, ist ein handlicher Preamp mit einem überzeugend vorgetragenen klassischen Sound. Selbst direkt vor eine Transistor-Endstufe gespannt, lässt sich die Affinität zum kalifornischen Clean-Sound deutlich erkennen (der in einem weiten Bereich einstellbare Pegelsteller ermöglicht die Anpassung an verschiedenste Verstärkungsmöglichkeiten), und im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Verstärkern und Gitarren entstehen sehr effektive Klangverbesserungen. Der Black Face frischt dabei nicht nur den Grund-Sound von matten Amps auf, sondern ist auch als erstes Glied einer Effektpedalkette der Garant dafür, dass a) stets ein hervorragender Clean-Sound vorhanden ist, b) die nachfolgenden Effekte frischer und lebendiger klingen, und c) auch nach Durchlauf mehrer Pedale das Signal nicht schlapp in den Seilen hängt. Da freut sich der Amp, und sein Herrchen sowieso.

PLUS:

Grund-Sound
Vielseitigkeit